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Kontaktabbruch bei Paaren

Was ist ein Kontaktabbruch?

Mit einem Kontaktabbruch oder einer Kontaktunterbrechung werden in der Gestalttherapie ganz allgemein Probleme des Menschen im Kontakt mit sich selbst oder der Umwelt beschrieben.


Seit G. Wheeler werden sie auch Kontaktfunktionen genannt: Sie beschreiben Arten und Weisen, wie Menschen in den Kontakt gehen.


Formen der Kontaktstörungen in der Gestalttherapie sind:

  • Deflektion (alternativ, selten: »Isolation«),

  • Egotismus,

  • Introjektion,

  • Konfluenz (alternativ: »Verschmelzung«, »Verstrickung«),

  • Projektion, Reaktionsbildung

  • und Retroflektion.


Wann bricht der Kontakt zwischen Paaren ab?

In der Gestalttherapie mit Paaren geht es um die (Wieder-)Herstellung von Kontakt zwischen den Partner:innen.


Es geht aber auch darum, sich seiner selbst mehr bewusst zu werden: “Was trage ich dazu bei, dass der Kontakt abbricht?”



So lernen die Partner:innen in der Gestalttherapie mit Paaren nicht nur das Gegenüber, sondern auch sich selbst besser kennen.


Dabei gibt es verschiedene Arten von Kontaktstilen, die sich in der Paardynamik leicht wiederfinden. Hier zwei Beispiele:


Retroflektion: “Ich bin an allem Schuld”.


Der Kontaktabbruch äußert sich in einer Selbstfokussierung: Dieser Fokus lenkt die Aufmerksamkeit von der Partnerschaft ab.


Allgemein ausgedrückt bedeutet Retroflektion:

"Die Subjekt-Objekt-Beziehung wird negiert (Retroflektion). Das Subjekt wirkt nicht auf das Objekt, sondern auf sich selbst. Das Subjekt wird zum Objekt." (Blankertz und Doubrawa, 2017)


Deflektion: “Das ist doch nicht so wichtig.”


Indem der Partner oder die Partnerin Konflikten oder schwierigen Themen ausweicht, bricht der Kontakt ab: Er oder sie lenkt vom Wesentlichen ab oder bagatellisiert das Problemthema.


Wichtige Probleme werden nicht angesprochen und gelöst, was zu einer oberflächlichen Beziehung führt.


"Subjekt und Objekt werden gleichermaßen negiert (Deflektion). Das Subjekt nimmt weder das Objekt noch sich selbst wahr." (Blankertz und Doubrawa, 2017)


Gestalttherapie mit paaren

In der Gestalttherapie mit Paaren geht es darum, diese Kontaktstörungen zu erkennen, bewusst zu machen und gemeinsam Wege zu finden, um den Kontakt zu verbessern und eine tiefere Verbindung herzustellen.


Höre dir gerne auch die Podcastfolge mit Anke Pfeffermann zum Thema "Paartherapie und Gestalttherapie" an:





Literaturhinweis: Stefan Blankertz und Erhard Doubrawa, Lexikon der Gestalttherapie, gikPRESS, Köln/Kassel 2017


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